Skip to content

Welche erotischen Mega-Themen faszinieren Männer?

Was Männer erträumen ...
Sinnliche Megathemen für Frauen? Wo bleiben da die Männer? Unsere Megathemen wurden bisher nach „Verfügbarkeit des Materials“ und den Aufrufen in anderen Medien ausgewählt. Doch was sind eigentliche „erotische Megathemen?“ Wir meinen: Es sind diejenigen, von denen ihr träumt. Oder solche, die euch überfallen, wenn ihr Wachträumen habt oder sinnliche Bücher lest. Und natürlich alle Gedanken, denen ihr folgt, während ihr euch masturbiert. Ist ja nun wirklich nichts Besonderes, sich in eine erotische Situation hineinzuträumen, oder?

Und falls ihr das gar nie tut: Worüber empört ihr euch bei euren Freunden und Widersachern? Denn auch solche Themen gehören zu euren Lieblings-Fantasien. Verratet ihr uns etwas darüber?

Hier kommen nun die erotischen Top-Fantasien der Männer (in Gruppen) nach einer kanadischen Studie. Das meistgenante Thema innerhalb der Gruppe steht in Klammern).

Abenteuer: 69 Prozent. (83 % Seitensprung)
SM-Lüste: 54 Prozent. (60 % sexuell dominieren)
Hand-und Mundverkehr: 48 % (88 % Fellatio und Cunnilingus)
Gruppen: 45 Prozent. (85 % Sex mit zwei Frauen)
Bi-Sexualität 21 Prozent. (S. Anmerkung)

(Höchstes Einzelthema ohne Gruppierung: Fellatio und Cunnilingus 88 %)

Hinweise: Das Thema Romantik ist auch bei Männern ein Spitzenthema, und es wurde nicht bewertet. Bi-Sexualität ist ein Einzelwert, Hand- und Mundverkehr beinhaltet verschiedene Praktiken. Teilweise sind Praktiken mehrdeutig, weshalb die gemittelten Ergebnisse nicht immer strengen Kriterien standhalten.

Zahlen: kanadische Studie - - Universität von Quebec, Kanada, von 2014. "Université du Québec à Montréal."

Welche erotischen Mega-Themen faszinieren dich?

Verräterische Träume - erotische Megathemen
Unsere erotischen Megathemen wurden bisher nach „Verfügbarkeit des Materials“ und den Aufrufen in anderen Medien ausgewählt. Doch was sind eigentliche „erotische Megathemen?“ Wir meinen: Es sind diejenigen, von denen ihr träumt. Oder solche, die euch überfallen, wenn ihr Wachträumen habt oder sinnliche Bücher lest. Und natürlich alle Gedanken, denen ihr folgt, während ihr euch sanft streichelt oder heftig masturbiert.

Und falls ihr nichts dergleichen tut: Worüber empört ihr euch bei anderen? Denn auch solche Themen gehören zu euren Lieblings-Fantasien. Verratet ihr uns etwas darüber?

Hier erst einmal die erotischen Fantasien der Frauen (in Gruppen) nach einer kanadischen Studie. In Klammern der höchste Wert innerhalb der Gruppe erotischer Träume:

Abenteuer: 61 Prozent (82 % „ungewöhnlicher Ort“)
Hand-und Mundverkehr: 43 Prozent. (71 % „Fellatio geben“)
SM-Lüste: 42 Prozent (65 % „Sexuell dominiert werden“)
Gruppen: 32 Prozent (57 % Orgie bzw. Kleingruppe)
Bi-Sexualität: 37 Prozent. (S. Anmerkung)

(Höchstes Einzelthema ohne Gruppierung: ungewöhnlicher Ort, 82 %)

Hinweise: Das Thema Romantik ist das Spitzenthema bei Frauen wie bei Männern und wurde nicht bewertet. Bi-Sexualität ist ein Einzelwert, Hand- und Mundverkehr beinhaltet verschiedene Praktiken. Teilweise sind Praktiken mehrdeutig, weshalb die gemittelten Ergebnisse nicht immer strengen Kriterien standhalten.

Zahlen: kanadische Studie - - Universität von Quebec, Kanada, von 2014. "Université du Québec à Montréal."


Mehr Zahlen und Hintergründe jederzeit bei "Sinn und Sinnlichkeit"

Das 10-Punkte-Programm von Sinn und Sinnlichkeit

Und das ist es: Unser 10-Punkte-Programm und Credo

1. Den liberalen Geist zu fördern und zu pflegen.
2. Die ungeschminkte Wahrheit zu verbreiten und sie anhand von logischen Überlegungen, verlässlichen Quellen und „belastbaren“ Fakten zu unterlegen.
3. Sinnliche Themen in verschiedene Richtungen zu vertiefen und aus mehreren Perspektiven zu beleuchten.
4. Alle Themen, die „von oben“ herunterkommen, nach unserem Motto zu überprüfen. Das können Beiträge von Wissenschaftlern, religiösen Gemeinschaften, Redakteuren oder Politikern sein.
5. Kritisch gegenüber Medien zu sein, die Fake-News oder verdeckte PR betreiben.
6. Darüber hinaus Ideologien und Glaubenssätze zu entlarven.
7. Ungewöhnliche sinnliche Themen aufzugreifen und sie sachlich und verständlich abzuhandeln
8. Den Menschen und seine Bedürfnisse in den Mittelpunkt zu stellen und sie deutlich den Übergriffen von Wissenschaftlern zu entziehen, die glauben, die Definitionsmacht zu besitzen.
9. Die Gefühle der Menschen soweit möglich zu achten und Frauen wie Männer gleichzubehandeln.
10. Besonders gelungene Artikel aus anderen Medien zu übernehmen, soweit dies möglich ist, oder sie ansonsten zu kommentieren und auf sie zu verweisen.

Was machst du mit unseren Themen?

Du kannst sie lesen, und das freut uns. Du kannst sie kommentieren – was uns natürlich auch immer sehr freut.

Natürlich kannst du auch von deinen eigenen Erfahrungen berichten. Positiv oder negativ – ganz egal. Wir freuen uns auf die Wahrheit – oder sagen wir mal: Wir hoffen darauf.

Und … du kannst natürlich darüber schreiben. Wenn du Autor(in) bist, kannst du das Thema aufgreifen. Und wenn du dabei Hilfe brauchst – schreib uns einfach – hier gibt es offene Augen für dein Anliegen.

Du erreichst uns über E-Mail:

Die Fakten über Triolen (Dreier)

dreier - und wer ist der dritte?
Dreier sind eine Methode für Männer und Frauen, von mehr als einer Person begehrt zu werden und dabei im Mittelpunkt des Interesses zu stehen.

Aus einem Artikel der "Medicaldaily.com" zu Dreiern

Ein Dreier ist per Definition die Verabredung zu sexuellen Aktivitäten zwischen drei Personen.

Im engeren Sinne werden „Dreier“ solche Verabredungen genannt, in denen eine Person von zwei Personen des konträren Geschlechts sexuell begünstigt wird.

Hauptunterschiede bei Dreiern

Man unterscheidet vor allem MFF-Dreier, also solche zwischen einem Mann und zwei Frauen und FMM-Dreier (auch MMF) zwischen einer Frau und zwei Männern.

Kommt eine Bi-Neigung einer der beiden Partner gleichen Geschlechts dazu, so betreiben alle Partner untereinander sexuelle Aktivitäten.

In einigen Fällen kommen Elemente aus dem SM-Bereich hinzu, vor allem Bondage (Fesselungen) oder extremes Cuckolding mit Abwertungen.

Man kann die „Dreier“ weiterhin danach einteilen, wer einlädt.

1. Ein Ehepaar (Liebespaar) lädt einen Mann ein.
2. Ein Ehepaar (Liebespaar) lädt eine Frau ein.
3. Ein Mann lädt ein Paar ein.
4. Zwei Männer oder Frauen laden eine Einzelperson ein.
5. Eine Frau lädt ein Paar ein.


Wie oft der eine oder andere Fall vorkommt, ist umstritten, jedoch spiegelt die Reihenfolge, die hier gewählt wurde, auch die Häufigkeit wieder. (Grafik in der Liebeszeitung von 2014, Daten erhoben 1983 und 2013).

Motive für Menschen, zu dritt Lüste auszutauschen

alles über dreier
Bei den Motiven müssen wir den Bereich der gesicherten Erkenntnisse verlassen. Wir können jedoch annehmen, dass sexuelle Freizügigkeit, Neugierde und der Winsch nach Herausforderungen die häufigsten Gründe sind. Latente Bisexualität oder Bi-Neugierde sind seltenere, aber in Anzeigenspaten sehr populäre Wünsche.

Ausführungen von Triolen - Praktiken

Die Meinungen über die schönsten Varianten gehen auseinander. Sicher ist jedoch, dass die meisten weiblichen Teilnehmer sinnliche und sanfte Komponenten einbeziehen wollen. Eine der Fragen, die kaum zu klären sind, ist die, ob beide Partner nacheinander oder in irgendeiner Weise parallel befriedigt werden sollen. Sicher ist hingegen, dass athletische Verrenkungen unbeliebt sind.

Häufigkeit der Wünsche nach Dreiern

Dreier sind eher selten, weil es aufwendig ist, sie zu arrangieren. Träume und Wunschvorstellungen sind hingegen häufig – aber auch hier schwanken die Zahlen, denn von Triolen träumen – je nach Fragestellung und Geschlecht – zwischen etwa 30 Prozent und 80 Prozent.

Praktiken sexueller Art in Triolen

Im Prinzip können bei Dreiern alle Praktiken verwendet werden, die auch im normalen Sexualleben eine Rolle spielen, also Vaginal-, Hand- und Mundverkehr. Praktiken, die in der Fantasie manchmal eine Rolle spielen (Doppel-Penetration, Sandwich), sind weniger beliebt. Wenn zwei Männer beteiligt sind, achten beide in der Regel penibel darauf, sich nicht körperlich zu nahe zu kommen, während Frauen dabei weniger Berührungsängste haben.

Risiken - was ist beim Dreier zu beachten?

Serie: Intimes erklärt
Außer den üblichen Vorbehalten gegenüber Geschlechtsverkehr mit Unbekannten und gesundheitlichen Risiken wird von Paaren oft Eifersucht als Hinderungsgrund genannt. Männer scheuen zumeist jede Art von intimen Berührungen mit anderen Männern, auch wenn sie zufällig geschehen – sie wollen nicht als „schwul“ gelten. Solo-Frauen hingegen fürchten, „benutzt“ zu werden und als „Schlampen“ behandelt oder angesehen zu werden. Die Chancen bestehen darin, eine wundervolle sinnliche Erfahrung geschenkt zu bekommen.

was machst DU jetzt mit dem Thema?


Hinweis: Über die Fakten gibt es noch eine weniger strukturierte Version ähnlichen Inhalts.
Faktenlage: Zuverlässige Internetquellen, genaue psychologische Erhebungen, Massenvergleich Anzeigen 1983 - Google 2013.

Lust richtig ausdrücken – geht das?

sinnlich zu schreiben kann sehr sinnlich sein
Warum wollen Frauen so selten über ihre Sinnlichkeit schreiben? Warum verheimlichen sie ihre sexuellen Erfahrungen ebenso wie ihre sexuelle Kompetenz?

Einmal, weil sie nicht als Schlampen gelten wollen. Wer erotische Romane schreibt, wird immer wieder bezichtigt, dass ein Teil „autobiografisch“ ist. Und bekanntlich ist eine Frau schon eine „Schlampe“ wenn sie mehr als einen Vibrator besitzt.

Und die Realität? Sie ist ja nicht immer so goldig, nicht? Mal macht es allein keinen Spaß, und mal ist der Mann, den du kennenlernst, zwar tagestauglich, aber nicht gerade nachtaktiv. Na ja, oder er will was, was dir keine Freude bringt. Und dann fällt dir erst recht schwer, über dich zu schreiben, oder?

Aber das ist noch etwas anderes, nämlich die, und das zitiere ich hier mal:

Ich mag das Schreiben nicht, weil es die Dinge so endgültig macht. Und weil dann alles in eine Schachtel kommt mit einem ordentlichen Etikett drauf. Und schließlich wird es abgelegt und vielleicht später gelöscht. Doch was ich fühle, scheint zu komplex zu sein, und zu ungeordnet, um es richtig auszudrücken.


Sinnlichkeit ist ein unordentliches Gefühl und erotisches Verlangen schon zwei Mal. Und wenn du „unordentliche Gefühle“ beschreiben willst, kannst du das nicht mit „sozial korrekten“ Begriffen, ja vielleicht nicht einmal mit ganzen, ungebrochenen Sätzen.

Sag uns, wie du es machst. Jede hat ja ihre eigene Methode – und klar, es macht einen Unterschied, ob du von dir schreibst oder deine Figuren sinnlich aufheizt. Wie sagt doch Elisabeth Benedict?

Es ist – wirklich! – in Ordnung, wenn du beim Schreiben erregst wirst.


Und was meinst du? Egal was du zu sagen hast: Sag es uns.

Bild: Leider haben wir den Namen des Malers nicht ermitteln können.

Männer begeistern: Geizen, Reizen, Spreizen oder Peitschen?

Männer begeistern: mit den Reizen geizen, zum Reizen spreizen? Oder vielleicht gar peitschen? Die Antwort müsst ihr selber finden. Aber Möglichkeiten sehen wir schon ...

Romantik ade … irgendwann ist die Zeit des Küssens und Kosens vorbei. Und miteinander zu schmusen, ein paar Zungenküsse auszutauschen und dabei rollig zu werden wie einst im Mai? Ach, alles nutzt sich ab.

Geizen mit Reizen

Da sagt die Freundin: „Ach, verweiger dich einfach, dann wird er schon um dich werben.“ Ja, wenn er’s nur täte. Mit den Reizen zu geizen bringt wirklich nichts, auch wenn dann und wann ein Raunen durchs Internet geht: „Musst ihn mal eine Weile keusch halten, dann wirst du dein blaues Wunder erleben.“

Reizen mit Reizwäsche?

die wirkung des negligés
Ob der Gang zum Miederwarengeschäft etwas bringt? Sündhaft teuer süße Fummel, spitzenbesetzt, chic, frivol und teuer? Vielleicht ein Negligé oder Baby Doll? „Strapse“, flüstert eine andere Freundin, „die wirken immer, wegen der Kontraste an den Schenkeln, weißt du … und zieh auf keinen Fall einen Slip drunter an …“

Doch, was ist, wenn frau sich in Retro-Dessous oder Hurenklamotten nicht wohlfühlt? Was, wenn es dir einfach peinlich ist, dich mit 50 anziehen wie ein Sugar-Baby? Oder wenn alles an dir aussieht, als sei’s nicht für dich gemacht?

Reizen und es gar nicht reizend finden?

ob es freude bereitet?
„Wie steht’s bei dir eigentlich mit oral, machst du’s ihm?“ Wieder so eine Frage, die du nicht wirklich beantworten willst, oder? Tapfer ausprobieren mit Augen zu und hinterher ausspucken? Was, wenn es dich ekelt, ich meine richtig ekelt, egal ob er vorher Ananassaft getrunken hat oder nicht?“

Reizen mit Spreizen

„Nichts ist geiler, als wenn du es dir selbst machst und er zuschaut“, aha, der nächste kühne Rat. „Spreiz die Beine und zeig’s ihm.“ Aber was ist, wenn du dich schämst, nie „Toys“ verwendet hast und du sowieso nicht wirklich willst, dass dich dein Liebster „so“ sieht?

In der Rolle der Domina oder Sklavin reizen?
reizen durch peitschen?
„Und … schon mal mit Rollenspielen versucht?“ Das ist der letzte Schrei, und angeblich machen es inzwischen alle. Na ja, fast alle und wohl eher irgendwie als konsequent.

Bist du schon auf die Idee gekommen, eine Episode aus den „50 Shades of Grey“ auszuprobieren? Ich rate dir gut: Mach es andersrum. Werde zur sinnlichen Tante mit Röckchen und Stöckchen, der dem bösen Buben von Mann mal den Hintern versohlt. Es gibt noch mehr Rollenspiele, und dein Männlein wird nicht gleich auf alle eingehen. Aber ich in ziemlich sicher: Von irgendetwas in der Art wird er geil. Er? Oder vielleicht du? Was hast du so gefühlt, als du die „50 Shades“ gelesen hast?

Nun gut. Wenn du Rollenspiele für Affentheater hältst, Fesselungen für Freiheitsberaubung oder Peitschenhiebe für Körperverletzung, dann ist das nicht dein Ding.

Vanilleschoten oder doch lieber Chilischoten?

Aber irgendwie willst du doch, dass deine Lust von Vanilleschoten zu Chilischoten übergeht, oder?

Wir haben überall nachgefragt und angeklopft - und teils verblüffend positive, teils aber auch ausgesprochen abschreckende Antworten bekommen. Eines aber scheint sicher zu sein: „Es gibt nichts Gutes, es sei denn, man tut es.“ Manchmal kommt einem der alte Liedertext ins Gedächtnis zurück … „Beim ersten Mal da tut’s noch weh … doch nach und nach, so peu a peu, gewöhnt man sich daran.“

Nur Gewöhnung? Das wäre traurig, weil dann die lustvolle Begeisterung fehlt, die sinnliche Ekstase, das abtauchen in die Lust. Denn so viel fanden wir heraus: Der Appetit kommt beim Essen. Und wer einmal seinen Finger in Tabasco oder Mousse au Chocolat getaucht hat, der kann auch süchtig danach werden, es immer wieder zu tun.

Und du ...?

Ja, was würdest du gerne tun? Und was auf gar keinen Fall? Verrate uns deine Wünsche, Träume, Geheimnisse und süße Perversionen, die sich in dien Hirn eingenistet haben. Wir sind gespannt darauf. Und wenn du’s nicht magst – vielleicht kennst du ja jemanden, der mal drüber schreiben möchte.

Hinweis: Der Artikel aus der Ex-Liebeszeitung vom 4. September 2012 wurde von Isidora umgeschrieben, der Zeit angepasst und erweitert.Die Liebeszeitung verzeichnete 125.329 Zugriffe.

Bilder:
Paar: Beranger.
Mund: Fotomontage.
Peitschenlady: Zeichnung eine ungarischen Künstlers, gegen 1935.

Die dunkle Seite der Erotik ist sehr beliebt

Dunkle Gemächer, Rauch und Feuer - Zutaten zur schwarzen Romantik
Die dunkle, verführerische Seite der menschlichen Seele hat einen literarischen Namen – die „Schwarze Romantik“. Meist wird vergessen, dass wir sie sozusagen „mit der Muttermilch aufsaugen“, denn im Grunde bestehen viele Märchen aus den Elementen der „Schwarze Romantik“. Es können Tod und Teufel, Kannibalismus und Wiedergeburt sein oder auch modernere Vorstellungen, wie der aus dem Feuer geborene Prometheus Frankenstein, der sinnliche Blutsauer Dracula oder die Roboterfrau „Olimpia“.

Unter den erotischen Motiven ist es keinesfalls nur das, was bis vor kurzer Zeit als „Perversionen“ (1) oder „Sadomasochismus“ (2) bezeichnet wurde. Vielmehr umfasst die „dunkle erotische Seite“ alles, was sich Menschen erträumen können. In den weitaus meisten Werken finden wir daher Buhlteufel in traditioneller oder moderner Form, Hexen- und Satanskulte, mit magischen Kräften ausgestattet Verführer und sonstige Phänomene, die von der christlichen Religion gerne als „das Böse“ gebrandmarkt werden. Daneben stehen aber auch Praktiken, die dem Normalbürger als nicht ganz „hasenrein“ vorkommen, wie Verhöre, Foltersituationen oder das Urinieren auf Personen.

Die Faszination des Unheimlichen

Typisch für solche Werke ist die Faszination des Unheimlichen (es muss nicht zwangsläufig „das Böse“ sein). Tatsächlich wird ein Gefühl zwischen Sehnsucht nach dem Befremdlichen und der Furcht vor den Konsequenzen hervorgerufen, ähnlich, wie wir es aus den Geschichten von „verführten“ jungen Frauen kennen, die vor Lust brennen, aber den „Lendemain“ (3) fürchten.

Was die Grimms für die schwarze Seite der Romantik in den Haus- und Kindermärchen waren, war E.T.A. Hoffmann für die erotischen Spukgeschichten und Märchen für Erwachsene. Andere wie zum Beispiel die Engländer Lord Byron oder Mary Shelly folgten ähnliche Ideen, während der berühmte Marquis de Sade sich dem Metier völlig hingab.

Romane dieser Art (von den Werken des Marquis de Sade einmal abgesehen) waren nicht explizit „erotische Werke“, sondern sie vereinten Melancholie, Romantik, Zauberglaube und Sinnlichkeit.

Mithilfe der Erotik konnten die Autoren der depressiven und melancholischen Grundstimmung der „Schwarzen Romantik“ entfliehen. Das geschieht etwa in der Weise, in denen heute murrenden, depressiven und vom Leben enttäuschten Detektiven dann und wann eine erotische Erfahrung geschenkt wird.

Rezepte für die dunkle erotische Romantik

Was braucht ihr nun, um in die dunkle Seite der Erotik ein- oder abzusteigen?

1. Einen etwas naiven, leichtgläubigen Menschen mit (verborgenen) sinnlichen Gelüsten als erste Figur.
2. Eine berechnende Figur, der moralische Schranken nichts bedeuten. Es kann ein femme fatale, eine Hexe, ein Teufel, ein Wiedergänger, ein Automat oder auch einfach ein durchtriebener Mensch sein. Das also ist der Partner auf der dunklen Seite der Erotik.
3. Ein Umstand, der beide zusammenführt.
4. Ein romantischer Zauber, der unerklärlich ist und dies zumeist auch bleibt.
5. Eine Entwicklung zu etwas Anderem hin. Dabei kann es sich um eine Besserung oder eine Verschlechterung handeln. Die Schwarze Magie kann durch List, Verstand oder Gegenzauber überwunden werden. Sie kann aber auch ins Verderben führen, wie etwa in den Abstieg, in Resignation und Verzweiflung. Nicht selten wird auch die Wiedergeburt verwendet.

Diese Ansätze gelten für alle Beiträge, die im Rahmen der „Schwarzen Romantik“ entstehen und nicht nur für erotische Geschichten.

Im Grund ist die „Schwarze Romantik“ nur ein Spiegelbild der „weißen Romantik“. Beide bewegen sich fern der Realitäten und verführen neben den Protagonisten auch die Leserinnen und Leser dazu, sich mit den „übersinnlichen“ Mächten einzulassen.

(1) Nur noch im Volksmund gebräuchlich - "sexuelle Abweichungen".
(2) Fragwürdiger Begriff für "strenge" einvernehmliche erotische Handlungen, die von der Norm abweichen.
(3) "Der Morgen danach" (nach dem Verlust ere Jungfräulichkeit)

Damals: das sinnliche Tee-Kleid

Diese Kleid galt als ausgesprochen sinnlich - jedenfalls 1906
Ein „Tea Gown“ (Teekleid) war so ziemlich das Gewagteste, was die feinen Damen um 1906 trugen. Es sollte sinnlich und feminin wirken, wurde aber zumeist nur im eigenen Haus oder zu Einladungen zwischen Frauen (zum Beispiel zum Tee) getragen.

Für die damalige Zeit (1906) war dieses champagnerfarbene Kleid im japanischen Stil trotz des langen Rocks schon ausgesprochen „gewagt“, weil es locker fiel und ohne Korsett getragen wurde.

Die Dompteuse mit der Peitsche - wie die strenge Lust ins Bild gesetzt wurde

Das Details offenbart die Erotik der Dompteuse
Die Bilder von Frauen, die erotisch gekleidet und mit einer Peitsche bewaffnet abgebildet wurden, begeisterten schon unsere Vorfahren.

Das Original in Farbe
Da es nicht möglich war, solche erregenden Bilder öffentlich zu verbreiten, griff man in die Trickkiste: Im Zirkus traten Frauen ohnehin leicht bekleidet auf. Und wenn man nun eine „Dompteuse“, heute wohl als Tierlehrerin bezeichnet, mit ein paar wild aussehenden Raubkatzen in der Manege abbildet? Dann war möglich, was sonst höchst degoutant gewesen wäre. Und wiel man derartige Abbildung tatsächlich als Zirkusplakate verwendete, fielen sie auch nicht der Zensur zum Opfer.

In Schwarz-Weiß eher blässlich
Einerseits bewunderten dann alle den Mut dieser Frauen, sich den Tigern oder Löwen zu nähern, und andererseits wünschte sich mancher Herr, die Rolle des Tigers einzunehmen. Ich kannte die Abbildung bisher nur in Schwarz-Weiß, wie sie in dem Buch „Artisten- und Zirkusplakate“ (Leipzig 1975) gezeigt wurde. Dort ist ihr künstlerischer Wert allerdings kaum erkennbar.

Es gibt recht viele Bilder in dieser Art von Dompteurinnen der 1900er Jahrhundertwende, aber kaum eines ist so sinnlich ausgeführt wie dieses, das um 1900 entstand. Tatsächlich hatte der „Cirque d’Hivier“ eine namhafte „Dompteuse“, die auf dem Bild allerdings idealisiert dargestellt wurde. Als Künstler ist ein gewisser J. Boichard vermerkt. Es gibt inzwischen zahllose Nachdrucke in unterschiedlichen Formaten.

Comtesse de X, mit Maske, Anno 1895
Auch sehr interessant ist die etwas naturalistischere Zeichnung, die im „Le Petit Journal“ von 1895 abgebildet wurde. Bei der Artistin handelte es sich um eine als „Comtesse de X.“ agierende Zirkusfrau, die stets mit Maske abgebildet wurde.

Die klitzekleine Scheu des Mannes, den Penis zu zeigen

Auch der selbstbewusste Mann muss mal die Hose herunterlassen
Es ist gleich, ob er recht klein oder außerordentlich groß ist. Auch macht es nichts aus, ober er noch schlaff herunterhängt, leicht erigiert oder bereits einsatzstark ist. Dem Moment der Wahrheit folgt immer eine klitzekleine Scheu, alles zu zeigen. Zumal, wenn Männer sich aufrecht stehend ausziehen. Und vor allem, wenn eine Dame gesagt hat: „Zieh dich aus, ich will dich sehen.“

Der Mann zieht sich aus – und die Frau beurteilt ihn danach

Wir wissen dann, dass sie uns auf die Finger guckt. Nun gilt es, dein Selbstbewusstsein aufrechterhalten. Wir sehen ja, wie sie uns beobachtet, wenn wir die Krawatte lösen, das Hemd aufknöpfen oder den Hosengürtel öffnen. Die Art, wie wir damit umgehen, wie wir die Schuhe ausziehen, Reißverschlüsse öffnen und die Hosen herunterlassen sagt der Frau, ob wir unseren Körper lieben und wie selbstsicher wir darüber sind.

Je nackter wir sind, umso mehr gewinnt die Frau an Macht

Vor allem der letzte Moment lässt uns zögern. Eine Frau, die uns auffordert, uns zu zeigen, ist keine gewöhnliche Frau. Sie genießt die Macht, die sie dabei über uns gewinnt. Sie bemerkt das Zögern, wenn wir in unseren Unterhosen dastehen, nicht recht wissend, ob sie auch die letzte Hülle unserer Männlichkeit gemeint hat. Wohl dem, der sich so gekleidet hat, dass er auch in diesem Aufzug noch halbwegs gut aussieht. „Was ist mit deinen Pants?“ Oh ja, nun wissen wir, um was es ihr geht: Sie will „sehen“. Wie beim Pokerspiel. Und du weißt nicht, ob du das Spiel gewonnen hast, und falls du es tatsächlich gewonnen haben solltest, weißt du immer noch nicht, ob sich der Einsatz lohnen wird. Oh, sie selbst ist noch nicht ausgezogen? Dann kannst du auf eine interessante Erfahrung hoffen.

Was sie sieht, ist was sie bekommt

Als sehr angenehm empfinde ich, dass wirkliche Damen den Penis nur selten kommentieren, was manche Männer beruhigen mag, die zu viele Pornos gesehen haben. Das, was du hervorbringt, ist das, was sie verwenden kann, wenngleich immer noch nicht klar sein dürfte, welche Absichten sie verfolgt. Sucht sie einen Penis, der sie ausfüllt, und ist sie enttäuscht, wenn dies rein optisch nicht der Fall zu sein scheint?

Mache Frau will genau wissen, was du mitbringst

Manche Frauen sind verspielt, einige sind verwegen. Die Forscherinnen unter ihnen wollen wirklich wissen, wie sich alles anfühlt, was deinen Unterleib zitiert, und sie betasten deshalb das Vorhandene sorgfältig. Voyeurinnen, die angeblich mehr und mehr auftreten, wollen sehen, wie der gesamte Prozess taktil, optisch und erlebnisorientiert abläuft. Wieder andere wenden all ihre erlernten Kunstfertigkeiten an, um dir Vergnügen zu bereiten. Manchmal folgt auf das Ausziehen das Gewöhnliche, dann wieder das Ungewöhnliche. Und sicher, es gibt auch Frauen, die den Moment nutzen, um dich, Mann zu erniedrigen, zu diffamieren oder zu malträtieren.

Du kannst ihr Spielzeug sein – wenn du magst

Ach, Mann … was du hast ist, was du hast. Wenn es dir gefällt, ihr Spielzeug zu sein, dann sei ihr Spielzeug. Wenn es dir hingegen gefallen sollte, dass sie dich ohne dein Zutun beglückt, dann lass dich beglücken. Und sollte es dir gefallen, gequält und geschlagen zu werden, dann lass dich quälen und schlagen.

Aber tu nichts, was du nicht wirklich willst. Ein Mann in Unterhose kann nicht ohne Weiteres weglaufen. Und ohne Unterhose schon gar nicht.

Hinweis: Dieser Artikel erschien im Juni 2018 im inzwischen stillgelegten Magazin „Mehrhaut.de“

Das Rotkäppchen-Plot

Das Rotkäppchen-Plot
Erster Teil – Zutaten zum erotischen Plot nach Grimm

Lüsterner Wolf, tugendhaftes Rotkäppchen - das sind die Grundlagen

Jeder Autor kennt das Cinderella-Prinzip als Entwurf für eine Liebesromanze - aber gibt es auch ein Rotkäppchen-Plot?

Nein, weil ihr nie darüber gelesen habt? Ganz falsch, denn nach diesem Muster werden zahllose Kriminalromane und Horrorgeschichten geschrieben. Der Entwurf (nach dem Märchen) ist einfach:

Naives Mädchen trifft vertrauensvoll sprechendes Tier, das in Wahrheit durchgängig böse ist. Am Ende wird das Mädchen aufgefressen und kann entweder nur durch Wiedergeburt (1) oder gar nicht mehr (2) zum Leben erweckt werden.


Dies Plot enthält unzweifelhaft die erotische Komponente der Vereinnahmung („gefressen werden“), und bei Charles Perrault , über den noch zu sprechen wäre, wird diese Komponente durch einer Art „Moral“ ergänzt:

Doch ach, ein jeder weiß, gerade sie, die zärtlich werben, gerade diese Wölfe locken ins Verderben.
'

Was haben wir, was brauchen wir für das Rotkäppchen-Plot?

„Was haben wir?“, fragen Kriminalisten ja neuerdings oft in den bekannten britischen Fernseh-Krimis. Also fragen wir uns mal: Was brauchen wir?

1. Eine naive junge Frau, die etwas neugierig ist.
2. Eine sinnliche Komponente, die über der Geschichte schwebt.
3. Einen „Wolf“, der Kreide gefressen hat, aber dennoch Böses im Schilde führt. Er ist schwerer zu charakterisieren als die naive junge Frau.
4. Einen Spannungsbogen, bei dem längere Zeit in Zweifel steht, wie die Geschichte ausgeht. (Damit gehen wir über das Märchen hinaus, das „einfach gestrickt“ ist).
5. Eine Konklusion, also eine Errettung, einen Niedergang oder gar den Sieg der Frau über das Böse.

Tatsächlich sind die drei Plots im traditionellen Rotkäppchen-Märchen (1,2,3) angelegt - eine Adaption aus dem Feminismus geht sogar noch weiter.

Das Plot der Grimms – überraschend sinnlich

Das Plot von Grimm übernimmt die sinnliche Komponente, die Perrault vorgegeben hat, schmückt sie aber weitaus sinnlicher aus. Ausrechnet bei den Grimms, die als „erotische Entschärfer“ der französischen Märchen gelten, wird die sinnliche Verführung durch den Wolf verfeinert:

Rotkäppchen, sieh einmal die schönen Blumen, die ringsumher stehen, warum guckst du dich nicht um? Ich glaube, du hörst gar nicht, wie die Vöglein so lieblich singen?


Gegen Ende kommt es zunächst zu der schrecklichen Erfahrung, dass der Wolf tatsächlich ausgesprochen gefährlich ist und Rotkäppchen vereinnahmt (frisst). Als Retter in letzter Minute lassen die Grimms dann einen Jäger auftauchen. Er macht die Vereinnahmung rückgängig.

Diese Vereinnahmung („gefressen werden“) beschreiben die Grimms sehr drastisch:

Kaum hatte der Wolf das gesagt, so tat er einen Satz aus dem Bette und verschlang das arme Rotkäppchen.


Das umgesetzte erotische Plot nach Grimm – mit Happy End

Hinweis: Dieser Artikel bezieht sich auf Plots, die für Erzählungen von Erwachsenen für Erwachsene erdacht wurden.
Sieht man dies alles symbolisch, so hat man das erotische Konzept gefunden. Die junge Frau erlebt zunächst den Rausch der Sinnlichkeit, um dann plötzlich mit der harten Realität der hinterhältigen Vereinnahmung konfrontiert zu werden. Sie kann auch nicht mehr fliehen, weil ihr Verführer „aus dem Bett springt“ und sie sogleich verschlingt. Umgesetzt heißt dies: er verführt sie mit unlauteren Mitteln und ohne wirkliche Übereinkunft. Obgleich sie körperlich vereinnahmt wurde, bewahrt sie ihre Tugend, indem sie eine Art „Wiedergeburt“ erlebt. Unverletzt, und rein bereut sie die zuvor gezeigte Handlungsweise und darf sich auf ein neues, glückliches und tugendhaftes Leben freuen.

Seid ihr interessiert am Thema? Wir haben mehr dazu … viel mehr. Und noch andere Plots ... wir sagen euch gerne, welche.

(1) Nach Grimm
(2) Nach Perrault
(3) Nach einem italienischen Volksmärchen, das als Ursprung gilt.

Sinn und Sinnlichkeit gibt sich ein Motto

In meinen Artikeln habe ich es dann und wann schon benutzt, das neue Motto dieser Publikation:

Unterstelle nichts –
Glaube niemandem -
Überprüfe alles -
… und fürchte dich nicht vor dem Ergebnis.


Oder auf Englisch:

Assume nothing
Believe no one
Check everything –
... and don’t fear the result.


Keine Vermutungen, kein Glaube ... alles prüfen udn kein Ergebnis fürchten
Es ist ernst gemeint. Ich hasse dummes Geschwätz und „Fake News“ sowieso Informationen aus Blogs von Frauen und Männern, die ihre eigenen, krausen Gedanken als Wahrheiten vermarkten. Und ich bin skeptisch gegenüber alles sogenannten Forscherinnen und Forschern, die das wirkliche Leben ignorieren, aber dennoch nicht lügen – jedenfalls nicht im Sinne ihrer zumeist fragwürdigen Wissenschaften. Aber ich gebe zu, manches Mal vom „Ungewöhnlichen“ fasziniert gewesen zu sein, auch wenn die Fakten eher dagegen sprachen, entsprechende Artikel zu schreiben. Ich bin ein Mensch, und ich bin fehlbar. Und ich kann es zugeben.

Das neue Motto

Sehen wir uns das Motto noch einmal an. Ich kenne dutzendweise Menschen, die schon die Antworten „wussten“ bevor ich überhaupt eine Frage stellen konnte. Sie glauben, die Weisheit mit goldenen Löfflen gefressen zu haben, aber sie sind in Wahrheit stockdumm, weil sie nichts Neues lernen wollen. Andere, die uns die Ohren voll weinen, wollen nicht, dass ihre Probleme gelöst werden. Sondern sie suchen nach Lösungen, die auf ihre Probleme überhaupt nicht zutreffen. Es ist schade um sie, aber sie machen einen schweren Fehler: Sie leben mit Annahmen, die sie niemals hinterfragen.

Warum sollten wir jemandem glauben, wenn wir selbst klug sind? Wieso fragen wir Experten, wenn wir die Wahrheit für uns und unser Leben selber herausfinden können? Warum sollten wir Menschen glauben, die für uns und über uns reden, als wären wir Laborratten?

Glaubt nichts. Glaubt niemandem. Jeder lügt sich seine Wahrheit zusammen, wie sie ihm gefällt. (Ihr auch, aber das könnt ihr ändern, wenn ihr wollt).

Überprüft alles, was ihr überprüfen könnt und überprüfen mögt. Seht in euch hinein und schaut, welche Erfahrungen in euch wohnen. Sie sind sehr real, und ihr lebt mit ihnen. Ein Schriftsteller, Journalist, Psychologe oder Wissenschaftler kann euch vielleicht anregen, tiefer zu graben, aber er kann euch nicht sagen, was an euren Gefühlen „wahr“ ist. Das könnt nur ihr.

Und wenn ihr wirklich etwas herausfindet, das euch nicht recht bewusst war, dann fürchtet euch nicht davor. Sondern fragt euch: „Wie gehe ich jetzt damit um?“

Nach dem neuen Motto handeln - ein schwerer Job, aber ich versuche es

Ich handhabe das ganz genau so, wie ich es euch rate, nur etwas professioneller. Ich glaube ohnehin fast nichts, überprüfe nahezu alles mehrfach, was ich als „Wahrheiten“ veröffentliche, und ich habe keine Berührungsangst, wenn die Resultate nicht meinem Weltbild entsprechen oder gar als „schmutzig“ abgetan werden. Ein älterer Redakteur hat mir einmal geraten, alle Themen anzufassen, aber mich niemals mit dem zu identifizieren, über das ich schreibe. Ich denke, ich bin ihm nahezu immer weise gefolgt. Und wie sagt noch Titus?

Den Reinen ist alles rein; den Unreinen aber … ist nichts rein, sondern unrein ist ihr Sinn sowohl als ihr Gewissen.


Und überhaupt – wenn ihr christlich seid: Hat euer Religionsstifter etwa den Schleimern, Moralisten und Beckmessern das Himmelreich versprochen? Nach meiner Lesart nicht.

Nein, dies ist keine Predigt. Ich habe nur ein neues Motto vorgestellt, nachdem ich alles ausrichten möchte, was hier veröffentlicht wird. Ich hoffe es zu schaffen.

Die nüchterne Seite des erotischen Schlagens und anderer Künste

Die nackte Hand auf dem nackten Po
Hast du mal einen Kriminalroman gelesen? Sicher hast du das. Und dann weißt du sicherlich, dass ein solcher Roman zumeist Polizeiarbeit bedeutet, von der die Autoren mal keine Ahnung, mal aber auch ausgefeilte Kenntnisse haben. Psychologische Kenntnisse helfen, um über Motive, Opfer und Täter zu spekulieren. Forensische und pathologische Grundkenntnisse sind nützlich … und dann menschelt es eben auch noch zwischen den modernen Paarungen zwischen Kommissar und Sergeant, vor allem, wenn beide auch noch erweiterte außerberufliche Konflikte haben.

Lerne, das Terrain kennen, auf dem dich bewegst - wenigstens ansatzweise

Alles richtig? Und nun versuchst du also, einen erotischen Roman zu schreiben. Vielleicht weißt du ja, wie die ganz gewöhnlichen Vorgänge so ablaufen … aber sicher wäre es auch nützlich, noch ein paar andere Kenntnisse zu erwerben. Einwände? „Ich soll SO etwas tun?“ Nein, nicht unbedingt. Aber du könntest deinen Horizont mal um die Vorstellungen erweitern, wie so etwas ablaufen könnte. Solltest du über etwas schreiben, was „zart und hart“ beinhaltet, dann erprobe davon wenigstens die Details, die du dir zumuten kannst. Und wenn etwas aus deiner Sicht „unappetitlich, bedrohlich oder menschenverachtend“ ist – dann lass es so weit an dich heran, dass du glaubwürdig darüber schreiben kannst. Ich kenne den Einwand: „Andere können es auch nicht und haben trotzdem Erfolg“. Mag sein. Aber ein Kriminalkommissar, der du in in Oslo oder Kopenhagen ermitteln lässt, sollte wenigstens sein Terrain kennen – und du solltest ein bisschen auf die Anatomie von Frauen und Männern achten.

Leg dich hin und knie nieder

Ach ja: Eine Kernfrage ist immer. Wenn deine Figur so-und-so liegt, sitzt oder steht, kann sie dann das-und-das wirklich ausführen? Klingt banal – ist es aber nicht. Auch hier hilft dir, dich wenigstens solo mal in die Lage zu begeben – schadet nichts, dient aber der Wahrheitsfindung.

Von Vanille zu Chili - wie scharf spürst du die Schärfe im Inneren?

Viele Sorgen macht insbesondere Autorinnen die Frage: „Was mache ich eigentlich, wenn mein Sex eher von Vanillearoma geprägt ist, meine Figur aber Chili (in echt oder mental) bevorzugt? Oder einfacher: Wie fühlt sich die Schmerlust an, bevor (ja: bevor) jemand leise „aua“ sagt oder gar vor Schmerz gellende Schreie hervorbringt und heiße Tränen vergießt?

Dazu musst du dich wirklich mit der nüchternen Seite des Schlagens und Geschlagenwerdens beschäftigen – was ausgesprochen schwerfällt, weil dabei schon im Gespräch Emotionen aufkochen.

Zehn nüchterne und hilfreiche Informationen über Schläge

Schläge haben mehrere Komponenten, an die du vielleicht noch nie gedacht hast:

1. Sie erzeugen zweifellos körperliche Schmerzen – doch fühlen sich nicht alle Schmerzen gleich an.
2. Schläge erzeugen aber auch sichtbare, beschreibbare Körperreaktionen, die keine Schmerzen darstellen. (Aufbäumen, ausweichen, Laute von sich geben, Weinen).
3. Innerhalb von Schlägen werden Schamgrenzen und andere übliche menschliche Grenzen übersprungen. (Nacktheit, Schamverletzungen)
4. Schläge erzeugen weitere verborgene körperliche Reaktionen, weil durch sie vom Gehirn Botenstoffe freigesetzt werden. (Drogenähnliche Effekte)
5. Manche Schläge erzeugen Geilheit, besonders solche, die auf das Gesäß appliziert werden.
6. Psychische Reaktionen können ausgesprochen vielfältig sein – vom „Wiedererinnern“ an frühe Erfahrungen bis hin zum Auslösen von Wut, Hass, Geilheit, Unterwerfung oder Demut.
7. Schläge sind – neben Sex und Massagen – die intimste Möglichkeit, jemandem sinnlich zu begegnen.
8. Die tatsächliche, Schmerz auslösende Wirkung von Schlägen ist von vielen Variablen abhängig: der Intensität, mit der der Schlag ausgeführt wird, der Art des Instruments, mit dem geschlagen wird, und der Schmerztoleranz dessen, der geschlagen wird.
9. Die psychische Wirkung von Schlägen ist vom Szenario abhängig, das dafür aufgebaut wurde, aber auch von der Adaptionsfähigkeit des Geschlagenen.
10. Schläge stehen stehen zumeist nicht „für sich allein“ und sind nicht immer Teil einer Bestrafung. Sie haben mal mehr, mal weniger mit Sex zu tun, können aber durchaus auch sexuelle Genüsse beflügeln.

Alles mit der Hand am Arm - der Anfang lustvoller Schläge

Als einfachstes Beispiel möchte ich euch die Schläge mit der Hand vorstellen. Sie sind die intimsten Schläge überhaupt, weil sie unmittelbar bidirektional wirken.

Der Arm dient dabei als Beschleuniger für die Hand, die erst im letzen Moment die volle Geschwindigkeit und damit die volle Energie für einen schmerzhaften Schlag abgeben kann. Wird auf das nackte Gesäß geschlagen, so ist dies ein Haut-zu-Haut-Kontakt, der bidirektional wirkt: Beide fühlen etwas, und sogar der Schlagende spürt einen leichten, flächigen Schmerz. Das ist sozusagen ein Bio-Spanking, weil nichts anderes als eine natürliche, allzeit verfügbare Ressource eingesetzt wird: die nackte Hand. Zudem entstehen zwischen dem Schlagenden und dem Geschlagenen deutlich spürbare Rückkoppelungseffekte, die von manchen der Betroffenen als besonders intim und sinnlich empfunden werden.

Handschläge dienen auch dazu, den Körper auf weitere, dann meist heftigere und nicht mehr derart flächige Schläge vorzubereiten, ähnlich wie beim „warming up“ im Sport.

Dreiecksverhältnisse

Klassische Dreiecksbeziehung und klassischer Bi-Dreier - jeder darf mit jedem
Wohl, dem, der in Geometrie aufgepasst hat: Ein Dreieck, auch Triangel genannt, ist eine von drei Linien eingeschlossene Figur mit ebenso vielen Winkeln oder Ecken. Also ist ein Dreiecksverhältnis eine Beziehung, in der alle drei Partner miteinander in Verbindung stehen und unmittelbar Zugriff aufeinander haben. Und tatsächlich lautet die korrekte Definition eigentlich:

Eine sexuelle Beziehung von drei Personen untereinander.


Das will aber weder der DUDEN noch das „demokratische“ Lexikon „Wikipedia“ gelten lassen. Dort heißt es:

Eine Konstellation zwischen drei Menschen … in der eine Person zu zwei anderen Personen eine Liebesbeziehung (..oder …) eine Sexualbeziehung unterhält.


Die Dreiecksbeziehung, die eigentlich eine V-Beziehung ist

So beschrieben, ist es keine Dreieckbeziehung, sondern eine V-Beziehung. Das heißt, ein Mann hat Beziehungen zu zwei Frauen, die untereinander aber keine Beziehung unterhalten, also auch keine „gewöhnlichen“ Freundinnen sind. Ebenso kann eine Frau eine Beziehung zu zwei Männern haben, die untereinander keine Beziehung haben (auch keine Freundschaftsbeziehung). In den allermeisten Fällen handelt e sich jedoch um sinnliche, erotische oder sexuelle Beziehungen zueinander. Schon das Wort „Verhältnisse“ eher eine Nähe zu „Affären“ als zu „Beziehungen“.

Die Sprachferkelei, die auch der DUDEN durchaus abdeckt, kommt aus dem Journalismus, und dort von Leuten, die es besser wissen müssten: Feuilletonisten. Sie schwadronieren immer dann über eine Dreiecksbeziehung, wenn eine Person mit zwei anderen Personen „sexuelle Beziehungen“ unterhält, die über einen Bordellbesuch oder einen ONS hinausgehen. Dazu gibt es zahllose Beispiele.

In echten Dreieckbeziehungen habe alle untereinander sexuelle Kontakte

Für echte Dreieckbeziehungen gilt beispielsweise, dass der Hausherr das 19. Jahrhundert eine sexuelle Beziehung zur Ehefrau unterhält, sich aber bei deren Abwesenheit auch mit dem Hausmädchen vergnügt. Diese allerdings befriedigt in Abwesenheit des Ehemannes auch gerne mal die Hausherrin. Noch spektakulärer ist freilich die Beziehung einer Ehefrau zu ihrem Mann und dessen besten Freund, wobei sie nicht weiß, dass beide Männer bisexuellen Vergnügungen nicht abgeneigt sind. Heißt: Alle kennen einander, alle haben sexuelle Beziehungen miteinander, aber sie müssen nicht zwangsläufig alle untereinander davon wissen.

In Romanen folgt der Enthüllung oft der Verfall des Glücks

In Romanen kommen allerdings eher V-Verhätnisse vor, die dann zum Dreieck werden, wenn die beiden Geschlechtspartner der Heldin oder des Helden voneinander erfahren. Sehr selten endet diese Erkenntnis in lustvollen Begegnungen zu dritt – meist wird damit eher der Verfall des Glücks eingeleitet.

Die intimen Dreiecksverhätnisse

Wie sich der Mann einen "flotten Dreier" vorstellt
Die intimsten Dreiecksverhältnisse sind neben der „Menage a Troi“, also dem geschlechtlichen Zusammenleben dreier Partner mit oder ohne Bi-Interessen und der Triole, auch bekannt als (flotter) „Dreier“.
Bei Frauen beliebt: FMM-Dreier - und manchmal auch als Beziehungstrio
An diesen Konstellationen können zwei Frauen und ein Mann oder aber zwei Männer und eine Frau beteiligt sein. Der Begriff „Dreier“ wir dabei hauptsächlich für zeitlich begrenzte Einladungen zum gemeinsamen Sex verwendet.

Vierecksverhätnisse gibt es eigentlich nicht

Ein erotisches Viereck existiert nicht - da fehlen die Querverbindungen
„Vierecksverhältnisse“ gibt es eigentlich nicht, weil sie geometrisch unmöglich sind. Meist handelt es sich dabei um die Beziehung eines Mannes, der drei Frauen im Wechsel trifft, oder um eine Frau, die Beziehungen zu drei verschiedenen Männern gleichzeitig unterhält. Neben dem üblichen Partnertausch zwischen zwei Paaren werden mit „Vierern“ auch Verabredungen zwischen Paaren bezeichnet, in denen beide bisexuell sind.

Interessanterweise kennt auch der „Vierer“ unterschiedliche Definitionen.

Bei der populärsten handelt es sich um eine Beziehung zwischen zwei (heterosexuellen) Paaren, die sich zum Partnertausch treffen. Die abweichende Meinung, die auch als mehrheitsfähig gilt, lautet aber: (im Original englisch)

Ein Sex-Treffen zwischen vier Personen, bei denen jeder mit jedem sexuelle Kontakte aufnehmen kann. Zwei (heterosexuelle) Männer und Frauen, die sich zum Sex treffen, können nicht als „Vierer“ bezeichnet werden, vielmehr handelt es sich dabei um einen reinen Partnertausch.


Raucht Ihnen jetzt der Kopf?

Wem bei so viel Begriffen der Kopf raucht, kann sich locker zurücklehnen: besser als eine Sache zu benennen, ist immer, sie ausführlich zu beschreiben. Das gilt vor allem für Autorinnen und Autoren, die Begriffe wie „Dreiecksbeziehung“ möglichst gar nicht erst in den Mund nehmen sollten – und jedenfalls nicht zu Papier bringen.